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  3. Sehnde

Communities That Care in Sehnde: Neue Methode stärkt die Präventionsarbeit

  • Thomas
  • 8. Oktober 2026 um 00:13
  • 126 Mal gelesen
  • 0 Kommentare
  • 3 Minuten
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Die Audioversion dieses Artikels wurde künstlich erzeugt. Bitte beachten Sie, dass bei einer automatisierten Sprachsynthese kleine Ungenauigkeiten in der Aussprache auftreten können.

Sehnde setzt auf datenbasierte Prävention: Seit dem 1. April 2026 wird im Fachdienst Kindertagesbetreuung und Jugendarbeit die Methode „Communities That Care“ (CTC) umgesetzt. Ziel ist es, die Präventionsarbeit in Sehnde noch konkreter an den Bedürfnissen von Kindern, Jugendlichen und Familien auszurichten.

Communities That Care ist ein wissenschaftlich fundierter Ansatz zur Weiterentwicklung der Präventionsarbeit vor Ort. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem Befragungen von Jugendlichen. Sie liefern wichtige Erkenntnisse darüber, welchen Risiko- und Schutzfaktoren junge Menschen in ihrem Lebensumfeld begegnen. Auf dieser Grundlage können bestehende Präventionsangebote gezielt weiterentwickelt und neue Maßnahmen bedarfsgerecht geplant werden.

In den vergangenen Wochen wurde die bereits bestehende Zusammenarbeit von Fachkräften und Akteur*innen aus der Familien-, Kinder- und Jugendarbeit weiter ausgebaut und mit dem CTC-Ansatz verknüpft. Hierzu wurde die Lenkungsgruppe des Präventionsrates der Stadt Sehnde mit CTC verbunden und ein unterstützendes Gebietsteam gegründet. Dieses besteht aus Teilen der Verwaltung, den Schulen, der Gleichstellung, der Polizei, der Jugendarbeit sowie den Frühen Hilfen.

Ein wichtiger nächster Schritt im CTC Zyklus sind die geplanten Jugendbefragungen an der KGS Sehnde. Mit rund 1.600 Schüler*innen bildet die Schule einen wichtigen Teil der Sehnder Jugend ab. Die Befragungen sollen ein differenziertes Bild davon vermitteln, wie junge Menschen ihre Lebenssituation und ihr Umfeld wahrnehmen. Der Befragungszeitraum soll nach aktuellen Planungen Ende Januar 2027 abgeschlossen und durch die CTC Koordination begleitet werden. Während dieser Zeit nehmen die Schüler*innen der Schule klassenweise an den Jugendbefragungen teil, welche online stattfinden. Um die Lebenswelt der Teilnehmenden in der späteren, pädagogischen Präventionsarbeit bestmöglich aufgreifen zu können, werden die Bereiche Schule, Nachbarschaft, Familie und Freunde besonders in den Fokus genommen. Nach dem Abschluss der Befragungen geht es mit den erhobenen Daten in eine wissenschaftliche Auswertung durch das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), sodass der Stadt Sehnde im Frühjahr 2027 die aggregierten Ergebnisse vorliegen sollten.

Ergänzend findet derzeit, aus dem Fachdienst Kindertagesbetreuung und Jugendarbeit heraus, eine sekundärdatenbasierte Sozialraumanalyse für das gesamte Stadtgebiet Sehnde statt. Eine Sozialraumanalyse ist eine wissenschaftliche Form der Betrachtung von sozialen Räumen. Bei dem sekundärdatenbasierten Ansatz werden bereits vorhandene kommunale Daten zusammengetragen und ausgewertet. Dazu gehören beispielsweise Informationen zu Einrichtungen und Infrastruktur, Einwohner*innenzahlen und Statistiken aus verschiedenen Bereichen. Darüber hinaus werden bestehende Präventions- und Unterstützungsangebote für unterschiedliche Altersgruppen erfasst und gebündelt dargestellt. Entsprechend werden bis zum Ende des Jahres Fachdienste der Stadt Sehnde, alle Arten von Einrichtungen, Vereine, Schulen und viele weitere Akteur*innen der Stadt angefragt.

Die Sozialraumanalyse schafft damit einen umfassenden Überblick über die vorhandenen Strukturen, Ressourcen, mögliche Lücken, Angebote und Überschneidungen in Sehnde. Sie ergänzt die im Rahmen von Communities That Care erhobenen Daten und ermöglicht eine ganzheitliche Betrachtung der Situation vor Ort hier in Sehnde.

Nach Abschluss der Jugendbefragungen sollen die Ergebnisse gemeinsam mit den beteiligten Akteur*innen aus Gebietsteam und Präventionsrat ausgewertet werden. Auf dieser Grundlage kann ein ressourcen- und bedarfsorientierter Aktionsplan entwickelt werden. Ziel ist es, die daraus abgeleiteten Maßnahmen anschließend konkret in die Praxis zu überführen und damit die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in Sehnde weiter zu stärken.

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