Outdoor-Abenteuer im Peiner Umland – das Survival Camp Wense
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Insa -
27. Januar 2026 um 20:55 -
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Wie ist die Idee zum Camp entstanden und warum gerade in Wense?
Stefan Winkler: „Die Idee zum Camp ist aus gemeinsamen Lagerfeuerabenden mit Freunden entstanden, die immer mehr über Survival-Skills und Outdoor-Wissen lernen wollten. Da ich das Grundstück in Wense schon seit Jahren gepachtet habe – es sind vier Hektar Wald mit einem See direkt vor meiner Haustür in Wendeburg – hat sich das einfach perfekt ergeben. So ist das Camp letztlich entstanden.“
Was fasziniert Sie persönlich am Überleben in der Natur?
Stefan Winkler: „Das begleitet mich eigentlich schon seit meiner Kindheit – diese Ursprünglichkeit, mit wenigen Mitteln auszukommen und das einfache Leben draußen zu genießen. In der Natur fällt der ganze Alltagsstress einfach ab, und man findet eine Ruhe, die man sonst selten hat.“
Welche Landschaftsmerkmale des Standorts sind für Ihr Konzept besonders wichtig?
Stefan Winkler: „Mein Standort ist besonders, weil das Grundstück wirklich jahrelang unberührt war und sich die Natur dort frei entfalten konnte. Es ist kein aufgeräumter Wald, sondern ein richtig raues, uriges Gelände, und genau das passt perfekt zu meinem Survival-Konzept.“
Wie würden Sie das Abenteuergefühl im Camp beschreiben?
Stefan Winkler: „Es ist dieses Eintauchen in die Natur, das Loslassen vom Alltag und das Erleben von echtem, ursprünglichem Abenteuer. Wenn man abends am knisternden Feuer sitzt, den Sternenhimmel über sich hat und merkt, dass man mit einfachen Mitteln so viel erleben kann, dann fühlt sich das einfach nach echtem Abenteuer an.“
Wer bucht Ihre Angebote – eher Einsteiger oder erfahrene Outdoor-Fans?
Stefan Winkler: „Es kommen sowohl viele Einsteiger, die einfach mal reinschnuppern wollen, als auch Leute, die von Freunden oder Partnern mitgebracht werden und dann plötzlich total begeistert sind. Es sind auch viele dabei, die schon ein bisschen Erfahrung mitbringen und noch etwas dazulernen wollen. Insgesamt ist es ziemlich ausgeglichen zwischen Männern und Frauen – am Anfang waren es sogar teilweise mehr Frauen.“
Welche Fähigkeiten nehmen die Teilnehmenden typischerweise mit nach Hause?
Stefan Winkler: „Die Teilnehmer lernen grundlegende Fähigkeiten, wie man mit einfachen Mitteln draußen überlebt – vom Feuermachen ohne moderne Hilfsmittel über Wasseraufbereitung bis hin zum Bau eines Unterschlupfs. Was ich auch oft höre, ist, dass es das Selbstbewusstsein stärkt. Viele gehen mit dem Gefühl nach Hause, im Notfall alleine zurechtzukommen und sogar anderen helfen zu können.“
Sicherheit spielt bei so einem Angebot sicher eine große Rolle. Wie stellen Sie diese sicher?
Stefan Winkler: „Sicherheit spielt natürlich eine große Rolle, auch wenn ich ein raues Abenteuer anbiete. In erster Linie bin ich selbst die Sicherheitsgarantie, weil ich im Notfall eingreifen kann. Ich achte darauf, dass es am Lagerplatz keine Gefahrenquellen gibt, habe immer Verbandszeug, ein Medikit und ein Tourniquet dabei. Außerdem bringe ich den Teilnehmern den sicheren Umgang mit dem Messer bei.“
Welche Kursformate bieten Sie an?
Stefan Winkler: „Im Wesentlichen gibt es zwei Formate: den Survival-Tageskurs und den Übernachtungskurs. Der Tageskurs dauert etwa fünf bis acht Stunden und ist kompakter. Der Übernachtungskurs von Samstag auf Sonntag bietet mehr Zeit, zum Beispiel für Lagerbau, Angeln und das abendliche Zubereiten von frisch gefangenem Fisch am Lagerfeuer.“
Gab es beim Aufbau des Camps besondere Herausforderungen?
Stefan Winkler: „Eigentlich nicht. Es mussten natürlich ein paar behördliche Dinge geklärt und bauliche Vorgaben eingehalten werden, aber das war alles gut machbar. Ich habe mir viel Zeit für die Vorbereitung genommen – fast ein Jahr –, sodass alles durchdacht ist.“
Gibt es bereits Kooperationen in der Region?
Stefan Winkler: „Feste Kooperationen gibt es noch nicht, aber es laufen Gespräche. Zum Beispiel mit jemandem aus der Nachbargemeinde, der traditionelles Bogenbauen anbietet. Das DRK Wendeburg hat auch angefragt, ob ich einen Kurs zum Thema Blackout und Kochen ohne Strom mache – das übernehme ich ehrenamtlich gern. Auch Feuerwehr und andere Einrichtungen haben Interesse gezeigt.“
Wie wirkt sich das Camp wirtschaftlich auf den ländlichen Raum aus?
Stefan Winkler: „Teilnehmer kommen oft von außerhalb und lassen Geld in der Region, zum Beispiel durch Übernachtungen oder Restaurantbesuche. Außerdem zeigt das Camp, dass es hier spannende Angebote gibt, und macht die Gegend ein Stück bekannter.“
Wie stark ist das Interesse aus der Region im Vergleich zu überregionalen Anfragen?
Stefan Winkler: „Viele Teilnehmer kommen aus Wendeburg, Peine, Braunschweig oder Hannover. Gleichzeitig kommen aber auch Leute aus Berlin, Leipzig, Chemnitz oder sogar Frankfurt am Main. Die kleinen Gruppen und das Gelände mit Wald und See machen für viele den Unterschied.“
Welche Pläne haben Sie für die Zukunft des Camps?
Stefan Winkler: „Ich plane keine großen Investitionen. Das Camp soll bewusst klein, persönlich und intensiv bleiben. Es läuft neben meinem Hauptberuf als Wochenendprojekt und ist auch ein Stück Hobby. Eine Vergrößerung würde den Charakter kaputtmachen.“
Wie reagieren die Teilnehmenden auf das Camp?
Stefan Winkler: „Die Reaktionen sind durchweg begeistert. Ich bekomme ausschließlich positives Feedback und hatte bisher keine negativen Rückmeldungen. Viele sind überrascht, wie intensiv und persönlich die Kurse sind.“
Was möchten Sie Menschen mitgeben, die noch nie ein Outdoor-Abenteuer ausprobiert haben?
Stefan Winkler: „Geht einfach raus in die Natur und probiert euch aus. Man braucht keine großen Reisen für kleine Abenteuer. Schon Wandern oder Zeit draußen zu verbringen kann unglaublich viel geben. Und wer mag, kann bei einem Survival-Kurs reinschnuppern – daraus entstehen oft nicht nur neue Erfahrungen, sondern auch echte Freundschaften.“
Mit dem Survival Camp Wense hat Stefan Winkler im Peiner Umland einen besonderen Ort geschaffen, der Naturerlebnis, Abenteuer und Wissensvermittlung auf authentische Weise verbindet. Ohne große Inszenierung, dafür mit viel Leidenschaft, Erfahrung und Respekt vor der Natur, bietet das Camp einen bewussten Gegenpol zum oft hektischen Alltag. Ob Einsteiger oder Outdoor-Erfahrene: Wer sich auf das Abenteuer einlässt, nimmt nicht nur praktische Survival-Fähigkeiten mit nach Hause, sondern auch neue Perspektiven, Selbstvertrauen und die Erkenntnis, wie wenig es manchmal braucht, um sich frei und geerdet zu fühlen. Damit ist das Survival Camp Wense nicht nur ein außergewöhnliches Freizeitangebot, sondern auch ein echter Gewinn für die Region.
Die Antenne Peine Redaktion
Insa, Thomas u. Diana