Einrichtung von Betriebskitaplätzen für die Stadtverwaltung und Sehnder Betriebe und Unternehmen
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Thomas -
2. April 2026 um 20:57 -
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Mit der Eröffnung der sechsgruppigen Kindertagesstätte Donauallee in Trägerschaft der Johanniter Unfallhilfe e.V. mit zusätzlichen 92 Kindergartenplätzen und 30 Krippenplätzen, steigt die Versorgungsquote in den östlichen Ortsteilen der Stadt Sehnde (Rethmar, Evern, Haimar, Dolgen) auf 144% und nach den derzeitigen Zahlen für das kommenden Kitajahr 2026/2027 wird sie bei 152% liegen.
Diese sehr gute Versorgungssituation bietet der Stadt Sehnde die Möglichkeit, den Bereich der städtischen Kindertagesstätten um eine weitere Komponente zu ergänzen und ein neues und zusätzliches Betreuungsangebot zu schaffen.
So hat der Rat der Stadt Sehnde dem Verwaltungsvorschlag zugestimmt, in der städtischen Kindertagesstätte Rethmar zukünftig ab dem kommenden Kitajahr 2026/2027 Betriebskitaplätze anzubieten. Dabei handelt es sich um Betriebskitaplätze einerseits für die eigenen Mitarbeiter*innen der Stadt Sehnde, die nicht in Sehnde wohnen, und andererseits genauso für die Mitarbeitenden von in Sehnde ansässigen Unternehmen und Firmen.
Für die Mitarbeitenden der Stadt Sehnde, die nicht in Sehnde wohnen, trägt die Stadt Sehnde die jeweiligen Betriebskosten bzw. rechnet diesen über den interkommunalen Kostenausgleich mit der jeweiligen Wohnortkommunen ab.
Die Kosten für einen solchen Betriebskitaplatz betragen je nach Betreuungszeit zwischen bzw. 574,10 Euro und 1.148,20 Euro. Diese sind von den jeweiligen Unternehmen zu tragen. Bei Verrechnung eines möglichen Betriebskostenzuschusses über die Interkommunale Vereinbarung für Betriebskitas von der jeweiligen Wohnortkommune würde dieser mit den genannten Kosten verrechnet werden und es bliebe ein Restbetrag in Höhe von 324,10 Euro bzw. 898,20 Euro.
Die Kita Salzburg verfügt über zwei Kindergartengruppe mit jeweils 25 Plätzen und einer Betreuungszeit bis 13:00 Uhr bzw. 15:00 Uhr. Darüber hinaus wird ein Frühdienst ab 7:00 Uhr angeboten. Zum Start des neuen Kitajahres soll die 13:00 Uhr Betreuungsgruppe in eine so genannte Altersübergreifende Gruppe mit reduzierter Platzzahl umgewandelt werden, damit bereits Kinder ab dem zweiten Lebensjahr (Krippenkinder) in die Kindertagesstätte aufgenommen werden können und das Angebot der Betriebskitaplätze ein Stück weit attraktiver ist.
Die Einrichtung der Betriebskita stellt ein Modellprojekt dar, das zum kommenden Kitajahr in eine erste Erprobung startet. Die Verwaltung wird kontinuierlich die Resonanz sowohl von städtischen Mitarbeiter*innen als auch von Sehnder Unternehmen und Firmen im Laufe der Erprobungsphase prüfen, evaluieren und darüber im Fachausschuss Kindertagesstätten und Jugend berichten. Sollte das Angebot nicht oder nur sehr gering angenommen werden, so dass eine Auslastung der Kita Rethmar als Betriebskita nicht gegeben ist (weniger als 75%), wird die Nachnutzung der Kindertagesstätte Rehmar neu beraten werden.
Bei erfolgreicher Erprobung des Modellprojekts ist langfristig die Umwandlung aller Betreuungsplätze in Betriebskitaplätze geplant. Derzeit stehen zum kommenden Kitajahr 10 bis 15 Betriebskitaplätze zur Verfügung. In diesem Zusammenhang können dann auch feste Platzkontingente den Sehnder Firmen angeboten werden.
Für die Betriebe stellt das Angebot, den Mitarbeitenden Betriebskitaplätze anbieten zu können ohne dafür eine eigene Kita oder Betreuungsplätze schaffen bzw. vorhalten zu müssen, einen echten Mehrwert für die Attraktivität als Arbeitgeber*in am Standort Sehnde dar.
Ähnlich bewertet auch die Verwaltung diesen Punkt für die Stadt Sehnde. Auch hier wird es als ein Gewinn gesehen, in Stellenausschreibungen und Vorstellungsgesprächen mit Betriebskitaplätze werben zu können. Dies kann im Wettbewerb um Mitarbeitende einen Vorteil bedeuten.