Kreisverband Peine des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes auf Klausurtagung in Leipzig
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Thomas -
30. April 2026 um 15:17 -
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Der Vorstand des Kreisverbands Peine des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes
(NSGB) hat Ende April eine zweitägige Vorstandsklausur in Leipzig durchgeführt. Der Vorstand war
unterwegs, um sich intensiv zu Fragen der Energiepolitik, der Kommunalfinanzen und weiteren
aktuellen kommunalpolitischen Themen auszutauschen und neue Impulse für die Arbeit im Landkreis
Peine zu gewinnen.
Zu den inhaltlichen Schwerpunkten der Klausur gehörte zunächst ein Besuch der Strombörse in
Leipzig. Dort erhielt der Vorstand einen detaillierten Einblick in die Abläufe des Stromhandels und in
die Mechanismen der Preisbildung am Energiemarkt. Im Gespräch wurde anschaulich erklärt,
welche Rolle Angebot und Nachfrage, gesetzliche Rahmenbedingungen und der Ausbau der
erneuerbaren Energien für die Entwicklung der Strompreise spielen und welche Herausforderungen
sich daraus auch für die kommunalen Haushalte ergeben. Eine besondere Verbindung in die Heimat
ergab sich zudem dadurch, dass der Vorstandsvorsitzende der Strombörse, Peter Reitz, gebürtig aus
dem Landkreis Peine (Edemissen) stammt.
Ein weiterer zentraler Programmpunkt war ein ausführlicher Austausch mit dem Oberbürgermeister
der Stadt Leipzig, Burkhard Jung, der zugleich Präsident des Deutschen Städtetages ist. Im
Mittelpunkt des Gespräches standen die Entwicklung der Kommunalfinanzen und die zunehmenden
finanziellen Belastungen, mit denen Städte und Gemeinden konfrontiert sind. Es wurde erörtert, wie
steigende Ausgaben etwa in den Bereichen Soziales, Bildung, Infrastruktur und Energie die
kommunalen Haushalte beeinflussen und welche Strategien notwendig sind, um die
Handlungsfähigkeit der Kommunen langfristig zu sichern. Dabei wurden sowohl die besonderen
Rahmenbedingungen einer Großstadt wie Leipzig als auch die Situation der Städte und Gemeinden
im Landkreis Peine in den Blick genommen. Deutlich wurde, dass viele Herausforderungen
vergleichbar sind, sich aber im ländlichen Raum teilweise anders darstellen und andere
Lösungsansätze erfordern.
Im Anschluss an das Gespräch mit dem Oberbürgermeister besichtigte der Vorstand das historische
Leipziger Rathaus, das größte Rathaus Deutschlands. Die Architektur des Hauses, die reiche
Geschichte des Gebäudes und die Einbettung in die moderne Stadtverwaltung beeindruckten die
Delegation tief. Diese Eindrücke aus der Stadt Leipzig boten damit auch einen interessanten
Vergleich zu den kommunalen Strukturen im Landkreis Peine.
Ein wesentlicher Bestandteil der Klausur war schließlich eine ausführliche Vorstandssitzung, in der
aktuelle Themen aus dem Landkreis Peine beraten wurden. Dabei stand unter anderem die
Ganztagsbetreuung in den Grundschulen im Fokus. Diskutiert wurden sowohl die pädagogische
Bedeutung einer verlässlichen Ganztagsbetreuung als auch die organisatorischen und finanziellen
Herausforderungen, die mit dem Ausbau entsprechender Angebote für die Städte und Gemeinden im
Landkreis verbunden sind. Darüber hinaus setzte sich der Vorstand mit der Entwicklung der
Kommunalfinanzen im Landkreis Peine auseinander und reflektierte in diesem Zusammenhang auch
die im Gespräch mit Burkhard Jung gewonnenen Eindrücke. Ein weiteres Thema war das Gesetz zur
Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung („Bauturbo“). Dabei wurde
erörtert, welche Chancen dieses Gesetz für den dringend benötigten Wohnungsbau bietet, welche
rechtlichen und praktischen Fragen sich für die Kommunen im Landkreis Peine ergeben und wie die
Rahmenbedingungen vor Ort gestaltet werden können, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen und
gleichzeitig die Lebensqualität in den Städten und Gemeinden zu sichern.
„Die Gespräche in Leipzig haben uns gezeigt, dass Städte und Gemeinden in ganz Deutschland vor
ähnlichen Herausforderungen stehen, ob bei den Kommunalfinanzen, beim Ausbau der
Ganztagsbetreuung oder beim Thema Wohnungsbau. Für unsere Arbeit im Landkreis Peine nehmen
wir wichtige Impressionen mit und wollen die Interessen unserer Kommunen noch klarer bündeln und
gemeinsam dafür eintreten, dass sie auch in Zukunft handlungsfähig bleiben.“, so stellvertretender
Vorstandsvorsitzender Nils Neuhäuser genannt Holtbrügge (Bürgermeister Ilsede).
Die während der Klausurtagung gewonnenen Eindrücke, fachlichen Informationen und persönlichen
Kontakte sollen nun in die weitere Arbeit des Kreisverbandes Peine einfließen. Der Kreisverband
möchte damit dazu beitragen, die Kommunen im Landkreis Peine zu stärken, ihre Interessen auf
Landes- und Bundesebene wirksam zu vertreten und ihre Handlungsfähigkeit angesichts der
aktuellen finanziellen, strukturellen und gesellschaftlichen Herausforderungen nachhaltig zu sichern.