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Trafokunst in Lengede: Avacon erinnert an das Ende einer Bergbau-Ära

  • Thomas
  • 10. Juni 2026 um 11:16
  • 538 Mal gelesen
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  • 3 Minuten
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- Information der Avacon Netz GmbH -

Neu gestaltete Trafostation zeigt Seilbahnberg und Bergbau-Lore – Motiv greift Geschichte der Grube Lengede-Broistedt auf

Die neu gestaltete Avacon-Trafostation an der Ecke Broistedter Straße 14 / Eichenweg in Lengede zeigt den Seilbahnberg und eine Bergbau-Lore. Das Motiv erinnert an die Bergbaugeschichte der Grube Lengede-Broistedt und den letzten Förderwagen vom 30. Dezember 1977. Gestaltet wurde das Kunstwerk von der Agentur HIGHLIGHTZ. © Gemeinde Lengede

Ein graues Zweckbauwerk wird zum sichtbaren Stück Ortsgeschichte: An der Ecke Broistedter Straße 14 / Eichenweg hat Avacon in der Ortschaft Lengede eine Trafostation künstlerisch gestalten lassen. Das Motiv zeigt neben einem Bergmann den Seilbahnberg sowie eine Bergbau-Lore und das Wappen von Lengede – und erinnert damit an ein Kapitel, das Lengede über Generationen geprägt hat. Gestaltet wurde das Kunstwerk von der Agentur HIGHLIGHTZ.

Besondere Bedeutung erhält das Motiv durch den 30. Dezember 1977. An diesem Tag wurde in Lengede der letzte Förderwagen symbolisch aus dem Förderkorb des Schachts Mathilde geschoben. Damit endete die aktive Geschichte der Grube Lengede-Broistedt, die über Jahrzehnte Arbeitsplätze, Ortsbild und Selbstverständnis der Gemeinde geprägt hatte.

Ein Datum, das Lengede bis heute prägt

„Der 30. Dezember 1977 war für Lengede mehr als nur das Ende eines Bergwerksbetriebs. Für viele Familien bedeutete dieses Datum den Abschluss einer Ära, die das Leben in unserer Gemeinde über Jahrzehnte bestimmt hat“, sagt Bürgermeisterin Maren Kleinschmidt. „Dass diese Geschichte nun im öffentlichen Raum sichtbar wird, ist ein schönes Zeichen der Wertschätzung. Die Trafostation erinnert daran, woher wir kommen – und daran, dass die Bergbaugeschichte bis heute Teil unserer Identität ist.“ Lengede ist bundesweit auch durch das „Wunder von Lengede“ bekannt, das sich 1963 nach dem Grubenunglück im Schacht Mathilde ereignete.

Motiv würdigt Bergleute

Mit dem neuen Kunstwerk rückt Avacon jedoch nicht allein das Unglück, sondern die gesamte bergbauliche Prägung des Ortes in den Blick: die Arbeit unter Tage, die technische Infrastruktur, die Rolle der Grube für die Region und den Wandel nach dem Ende der Förderung.

„Die Lore auf der Trafostation steht stellvertretend für all jene Menschen, die mit dem Bergbau verbunden waren – als Bergleute, als Familienangehörige, als Nachbarn oder als Teil einer Gemeinde, deren Entwicklung eng mit der Grube verknüpft war“, so Kleinschmidt weiter. „Gerade deshalb passt dieses Motiv so gut nach Lengede.“

Technik trifft Erinnerungskultur

Auch Avacon-Kommunalreferent Ralf Baumgarten hebt den regionalen Bezug der Gestaltung hervor: „Mit unserer Trafokunst machen wir aus funktionalen Bauwerken sichtbare Bestandteile des Ortsbildes. In Lengede erzählt die Trafostation eine Geschichte, die vielen Menschen hier vertraut ist. Der Seilbahnberg und die Bergbau-Lore schlagen eine Brücke zwischen technischer Infrastruktur und regionaler Erinnerungskultur.“

Die Trafostation selbst steht weiterhin für moderne Energieversorgung. Durch die künstlerische Gestaltung erhält sie darüber hinaus eine zweite Funktion: Sie wird zum Blickfang und zum Anlass, über die Geschichte des Ortes ins Gespräch zu kommen. „Genau das ist das Ziel unserer Trafokunst“, erklärt Baumgarten. „Die Motive entstehen mit Blick auf das, was eine Kommune besonders macht. In Lengede ist der Bergbau ein zentraler Teil dieser Geschichte. Avacon gratuliert zudem zu 875 Jahre Ortschaft Lengede.“


Ein Kunstprojekt mit Erfolgsgeschichte

Seit 2010 hat Avacon im Rahmen der Verschönerungsaktion rund 800 Trafostationen mit vielfältigen Motiven gestalten lassen. Jedes Jahr kommen rund 50 weitere Gestaltungen hinzu. Die Projekte tragen zur Verschönerung des Ortsbildes bei und wirken zugleich als erfolgreiche Präventionsmaßnahme gegen wilde Graffiti.

Weitere Informationen zur Avacon-Verschönerungsaktion mit zahlreichen Realisierungsbeispielen aus den letzten Jahren sowie Videos über die Arbeit der Fassadengestalter finden sich auf der Internetseite des Netzbetreibers unter dem Stichwort Kunst an Trafostationen.

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