„Neue Mitte Sehnde“ – Sachstand Fahrradparkhaus für Sehnde
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Thomas -
24. August 2026 um 20:04 -
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Das Konzept der neuen Mitte für Sehnde sieht für die Aufwertung des Kreuzungsbereiches „Peiner Straße – Nordstraße“ sowie zur Förderung des Radverkehrs und ÖPNV einen Mobilitäts-Punkt mit einem Fahrradparkhaus, einer öffentlichen Toilette, einem neuen Bushaltestellenwartebereich, Kiosk sowie einer Fahrradwerkstatt vor. Als Abrundung des Konzeptes wurde zusätzlich ein öffentlicher Trinkwasserspender geplant, der ebenso gefördert werden sollte.
Doch die Baukostensteigerungen seit der Fördermittelbewilligung, die sich durch die über mehrere Monate hinweg ungeklärte Finanzierungssituation niedergeschlagen haben, sind zu einem Hindernis geworden.
Das moderne Projekt, welches einen Mehrwert für die städtebauliche Entwicklung in Sehnde darstellt, kann aufgrund von nicht erfolgreicher Ausschreibungsergebnisse in der gegenwärtigen Form nicht umgesetzt werden.
Das Projekt Fahrradparkhaus lässt sich nach jetzigem Stand nicht im Kostenrahmen mit den geplanten Eigenmitteln von 176.000 € herstellen, den der Rat der Stadt Sehnde zuletzt am 19.03.2026 beschlossen hat.
Zwar hat der Bund weitere Fördermittel und das Finanzierungsvolumen auf insgesamt rd. 1,4 Mio. € bewilligt. Auch hat die Region Hannover per Beschluss der Regionsversammlung vom 30.06.2026 die Absicherung einer zusätzlichen Deckungslücke in Höhe von 100.000 € bestätigt.
Allerdings führten über die Sommermonate laufende Ausschreibungen teils zu keinem Ergebnis. Weitere Angebote lagen bereits über dem Budget. Es wird daher nicht davon ausgegangen, dass durch eine Wiederholung der offenen Ausschreibungen Mehrkosten in den anderen Bereichen eingespart werden können. Der Stopp des Projektes führt nach derzeitigem Stand zu rd. 238.000 € zuzüglich Zinsen - ohne die Realisierung des Projektes.
Durch den Abbruch der Maßnahme wird der Zuwendungszweck gemäß Förderbescheid nicht erfüllt. Grundsätzlich ist es möglich bereits verausgabte Fördermittel nicht zurückzahlen zu müssen. Allerdings unterliegt dies einer Einzelfallprüfung des BALM im Nachgang.
Heute wurde der Verwaltungsausschuss über diese Situation informiert. Über die Einstellung des Projekts und das weitere Vorgehen wird in der Ratssitzung am 27.08.2026 abschließend entschieden.
Dadurch verliert Sehnde ein zukunftsweisendes Vorhaben zur Verbesserung des ÖPNV und des Radverkehrs an der „Peiner Straße“ und die Chance auf eine Aufwertung des Bahnhofsumfelds.